Am Freitag (08.05.2026) sind in Berlin Tausende Schülerinnen und Schüler gegen eine mögliche Rückkehr der Wehrpflicht auf die Straße gegangen. Unter dem Motto „Schulstreik gegen die Wehrpflicht“ zogen die Protestierenden vom Brandenburger Tor bis zur CDU-Parteizentrale. Der Protesttag fand bewusst am 8. Mai statt, um an das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung vom Nationalsozialismus zu erinnern. Auf zahlreichen Plakaten forderten die jungen Menschen unter anderem „Bildung statt Bomben“ und kritisierten die aktuellen rüstungspolitischen Pläne der Politik. Laut offiziellen Schätzungen der Polizei versammelten sich in der Hauptstadt rund 1.200 Personen zu dem Protestzug. Die Veranstalter des Streikbündnisses selbst sprachen am Nachmittag von immerhin etwa 5.000 Demonstranten vor Ort. Unabhängig von den stark abweichenden Zahlen in Berlin war der Streik Teil eines bundesweiten Aktionstags, an dem sich Berichten zufolge insgesamt zehntausende Jugendliche in zahlreichen deutschen Städten beteiligten. Unterstützt wurden die Schülerproteste von verschiedenen etablierten Organisationen, darunter die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie mehrere Friedensinitiativen. Die Teilnehmenden machten eindrücklich klar, dass sie einen militärischen Pflichtdienst strikt ablehnen und stattdessen eine Fokussierung auf zivile Zukunftsperspektiven fordern.
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