In Hamburg ist ein eigentlich als sicherheitsfördernd geplantes Verkehrsprojekt bereits kurz nach seiner Fertigstellung wieder gescheitert. Die Stadt hatte Ende Dezember eine neue, etwa 1,7 Kilometer lange Schutzradspur („Protected Bike Lane“) fertiggestellt – sie sollte Radfahrende besser vom Autoverkehr trennen und so Unfälle vermeiden helfen. Doch schon nach wenigen Wochen hält die Anlage dem Winterwetter nicht stand und wird wieder entfernt.
Die Schutzstrecke war mit Kunststoff-Trennelementen ausgestattet, die knapp 15 Zentimeter hoch sind und Radfahrer von Autofahrern abgrenzen sollten. Unter Schnee und Frost erwiesen sich diese Elemente jedoch als schlecht sichtbar und instabil. Schneeräumfahrzeuge und Autos rissen sie teilweise von der Straße, und sie lagen kreuz und quer auf dem Radweg. Radfahrende mussten ausweichen, was zu gefährlichen Situationen führte. Statt mehr Sicherheit entstand ein Hindernisparcours
Wie viel die Maßnahme genau gekostet hat, wird von der Stadt nicht offengelegt. Ein Vergleichsprojekt in Berlin hatte für weniger als ein Drittel der Strecke rund 170.000 Euro verschlungen.
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