Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt eindringlich vor gefährlichen Winterbedingungen zu Beginn der neuen Woche. Besonders am Montag drohen massive Glatteisgefahren und Schneefälle, die den Straßen- und Schienenverkehr erheblich beeinträchtigen könnten. Bereits am Sonntagabend (25.01.2026) setzte auch in Niederbayern, wie in Neustadt an der Donau (Lkr. Kelheim) starker Schneefall ein. Straßen, Bäume, Gehwege waren in Minuten schneebedeckt. Autos innerhalb von 15 Minuten komplett mit Schnee überzogen.
Bereits seit 4 Uhr sind zahlreiche Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz. Einer von ihnen ist Michael Nier, der eine private Hausmeister- und Winterdienstfirma betreibt. Zusammen mit mehr als zehn Mitarbeitenden ist er an diesem Montag bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt unterwegs und kümmert sich um Wohnanlagen sowie kommunale Flächen. Ihr Auftrag: Schnee möglichst schnell beseitigen und rechtzeitig streuen, um Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit von Fußgängern und Verkehrsteilnehmern zu gewährleisten. Mit Traktoren, Schneeschildern und großen Mengen Streusalz arbeiten sich die Teams durch Neuschnee und Eis. „Heute brauchen wir so sieben Tonnen Streusalz“, sagt Nier schmunzelnd, während er den Salzvorat an seinem Fahrzeug auffüllt. „Runde für Runde – mehr kann man bei anhaltendem Schneefall nicht machen", erklärt Michael, während er mit Allrad übern den nächsten Supermarkt Parkplatz fährt, um diesen zu Räumen. Zwischen acht bis zehn Zentimeter Neuschnee kamen innerhalb der Nacht zusammen. „Man räumt und dreht sich um – und sieht fast schon nicht mehr, wo man geräumt hat.“
Auch die fünfjährige Hedda aus Neustadt hatte in ihrem roten Schneenzug viel Spaß im Schnee. In Neustadt an der Donau nahm sie es sich zur Aufgabe die Straße vom Schnee zu befreien. Ein Kraftakt, der schnell unterbrochen wurde. Der Kompromiss: Spaß im Schnee in Form von Schneeballschlacht und Schneeengel formen.
Die Bevölkerung wird gebeten, sich auf erschwerte Verkehrsbedingungen einzustellen. Glätte, längere Fahrzeiten und teilweise schlechte Sichtverhältnisse sind möglich. Autofahrten sollten auf das Notwendigste beschränkt, mit angepasster Geschwindigkeit und genügend Abstand durchgeführt werden. Auch für Fußgänger besteht vielerorts erhöhte Rutschgefahr, weshalb besondere Vorsicht geboten ist. Im weiteren Verlauf der Woche bleibt es in Bayern voraussichtlich winterlich und wechselhaft. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sind immer wieder Schneeschauer möglich, vor allem in höheren Lagen. Frostige Nächte und überfrierende Nässe sorgen zusätzlich für anhaltende Glätte. Die Temperaturen bewegen sich tagsüber meist um den Gefrierpunkt, während sie nachts deutlich darunter fallen. Insgesamt ist weiterhin mit Schnee und rutschigen Bedingungen zu rechnen.
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